Portugal Rundreisen

07.07.2020

Wir konnten unsere Sommersaison mit zwei super schönen Wochen in Portugal wieder eröffnen und auch Petrus war ganz auf unserer Seite; während das heimische Wetter sich recht kühl und vor allem nass präsentierte, genossen wir den Rand eines kräftigen und sehr ortsfesten Hochdruckgebiets über dem Atlantik. So kamen zwei top motivierte Truppen jeweils voll auf ihre Kosten.
Die erste Woche hielt sehr feine Tage in den Serras im Inland bereit, genau das Richtige für die Thermik-begeisterte Runde. Es ging regelmäßig auf die Jagd nach der Wolkenbasis, nach luftigen Kilometern und neuen Ausblicken. Einige Flugstunden über den Ginsterhängen kamen dadurch zusammen, gleichermaßen fehlte es nicht an thermodynamischem Abend-Soaring bis die Sonne tief am Himmel stand. Bis zum Sonnenuntergang hielt es eigentlich meist niemand mehr aus - dieser ist wirklich spät anfangs Juni und bis dahin waren Hunger und Durst in der Regel schon auf ein unerträgliches Niveau angestiegen… Dafür blieben kulinarisch keine Wünsche offen und es wurde jeden Abend geschlemmt „wie Gott in…..Portugal.“

Nach der Gewöhnung an’s Kreisen und an die diversen Streckenausflüge in Linhares, Bornes oder Mirandela, mussten sich schlussendlich doch alle noch auf’s Soaren einstellen - ein Frontdurchzug zum Wochenende hin zwang uns quasi zum Beachfliegen. Dies wurde aber ein extrem lässiger Abschluss einer schönen Woche. Einige konnten das Davonfliegen jedoch einfach nicht sein lassen und zogen gut 15 km entlang der spektakulären Küste von dannen. Ansonsten gab es dank der kühleren Luft exzellente Cruising-Bedingungen mit finalem Ziel direkt an der Beachbar. Mit gutem Essen, Vinho Verde, einem Schwank durch die Bars, sowie der allabendlichen „Nachteulen-Runde“ am Strand gingen super Küstentage und eine richtig coole Woche zu Ende.

Die zweite Woche präsentierte sich genauso gut wie die vorangegangene, nur in anderer Reihenfolge. Unsere grandiose Großwetterlage blieb uns erhalten und wir starteten mit super guten Strecken- und Thermiktagen in der Serra da Estrela. Airtime, Thermik-Training, Kilometer, Wolkenstraßen, Toplandebedingungen und ein Kaffee zwischendurch - wieder war für jeden etwas dabei. Mitte der Woche siedelten wir um und schoben zwei Beachtage ein, um die Meer-Fans ebenfalls glücklich zu machen. Die Küste präsentierte sich wärmer und etwas windiger - sehr gut zum Fliegen, ein wenig anspruchsvoller um aus dem Flachen zu Starten, was alle jedoch nach und nach richtig gut meisterten. Ach ja, und Federico - danke für den zusatzgewichtigen, sportlichen Einsatz!
Wir wurden voll entlohnt mit einem Traumtag; die ganze Kante trug bis einschließlich in die nächste Bucht und zuletzt bis weit über’s Meer hinaus. Endlose Soaringstunden, Sonne satt und am Ende vor der Bar einschweben; so ließ es sich leben.

Was wäre jedoch eine Portugal-Rundreise, ohne die Douro-Region gesehen zu haben. Genau, nur halb so schön. Die letzten Tage führten uns demnach zurück ins Inland in die Serra do Bornes, wo alle schnell in den Thermik-Modus zurückfanden. Zwei gute und wirklich aktive Tage waren uns dort vergönnt und lud zu allen möglichen Streckenausflügen ein, Richtung Spanien, in die vorgelagerte Ebene oder zurück zu unserer Quinta. Eingepackt mit der dortigen extrem guten Küche, den hauseigenen Weinen und dem Pool zum Entspannen, ein lohnender Ausflug.
Am Abschlusstag galt es, mittags nochmals in Linhares aufzudrehen oder auf Strecke loszuziehen - jedenfalls in Fahrtrichtung, damit sich des Abends der Meerblick aus dem Gurtzeug auch noch ausging. Mit einem feinen Abendessen und einem Portwein klang so auch unsere zweite Woche gut aus.

Danke an die beiden super Truppen, für die durchweg so tolle Stimmung, die vielen lustigen Geschichten und einfach für die richtig gute Zeit zusammen. Bis zum nächsten Mal!

Text: Verena Siegl, Fotos: Federico Kutscheidt, Verena Siegl

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