Mazedonien klassisch gut

31.07.2019

Auch diesen Sommer fanden sich zwei streckenbegeisterte Truppen in Mazedonien zu unseren XC Camps ein, um Streckenkilometer und Thermikstunden zu sammeln, ins Flachlandfliegen rein zu schnuppern oder dank Theorie und Feedback Flugtechnik und -taktik zu optimieren.

Nach einem Tag des Einfliegens am Oststart in Krusevo musste sich die erste Truppe einigen Westwind-Tagen stellen, doch egal von wo es in die Luft ging, es kamen immer schöne Streckenausflüge dabei heraus. Chrigel und Pascal meisterten zusammen mit Michi erfolgreich eine gute Abflughöhe am Weststart in Krusevo und segelten an der dann sehr hohen Basis quer durch’s Tal auf die andere Seite. Dort ging es nochmals geschlossen in die Luft zu einer feinen Spätnachmittagsrunde und Nico und Felix verschwanden quasi im Orbit.

Neuer Tag und neuer Startplatz bei gleichbleibendem Westwind. Nach allmorgendlicher Routenplanung und De-Briefing von Michi starteten wir südlich von Prilep und loteten auf verschiedensten Strecken den Weg in Richtung griechische Grenze aus. Nico, Pascal, Klaus und Simon zogen im Tal los, während Marcel, Matthias und Carola, flankiert von Michi den Hangfuß abflogen. Aufgrund der Temperaturen war jeder erfolgreich, der an einer Dorfbar mit gekühlten Getränken landete. Egal wo und wie sich unser Feld verstreute - auf unsere Fahrer Adam und Alek war wie immer vollster Verlass, dass am Ende alle wieder auftauchten.

Einen weiteren Weststartplatz fanden wir am Ohridsee, wo wir zur Abwechslung ein paar schöne Soaringstündchen einstreichen konnten, bevor uns der auflebende Wind dann schließlich zum Schwimm- und Beachbar-Programm zwang. Auch für eine ausgiebige Theorieeinheit, inklusive einem Vortrag von Michi Sigel zum Thema wie man weit fliegt, fand sich Zeit und die nächsten Tage stand weiteren Versuchen der Umsetzung auch wettertechnisch nichts mehr im Weg. Krusevo präsentierte sich schließlich doch wieder wie wir es kennen; Oststart, wenig Wind und verschiedenste Routenmöglichkeiten durch’s Tal. So kamen alle nochmal auf ihre Kosten und jeder konnte persönliche Erfolgserlebnisse verbuchen.

Die zweite Woche startete zwar auf der etwas windigen Seite und ließ anfangs Zeit für Theorie zum Flachland- und Streckenfliegen, zu Taktik und Flugtechnik und für einen spannenden Vortrags-Exkurs von Michi über die Rekordvorhaben in Brasilien. 

Dafür gab es nach den ersten Tagen Krusevo-Bedingungen per excellence! Eine fitte und hochmotivierte Streckentruppe war zusammen mit Michi immer zügig am Losfliegen. Sehr windschwache Verhältnisse weckten Michi’s Kreativität für Dreieckskurse und mit dem Leitsatz, man müsse immer groß denken, überstieg die längste Variante mehrfach die 100 Kilometer.

Helmut zog meist begeistert als erster mit viel Erfolg ins Flachland raus, während Roli, Urs, René, Meinrad, Sandro und Raffi anfangs häufig am Hügelrand im nördlichen Talkessel zu finden waren. Doch auch ohne den nördlichen Abstecher gab es schöne Varianten Richtung Süden zu fliegen. Zuletzt traf man sich häufig in der Talmitte um das sogenannte Hufeisen von allen Richtungen, um gemeinsam in Richtung Kraftwerk, Bitola, zur Grenze weiter oder auch zurück zu fliegen.
Thomy machte gerade noch rechtzeitig vor der Griechenland halt, Thorsten erkundete die Woche alle möglichen Routen über und um das Hufeisen und mit voller Frauenpower waren auch die Damen super unterwegs; Anita bewies viel Ausdauer am Hangfuß nach Süden, Corinna war meist zwischen Prilep und Bitola zu finden und Denise und Simone sammelten erfolgreich Streckenkilometer auf Flachlandkurs.

So kamen insgesamt zahlreiche Flugstunden und -kilometer zusammen, ergänzt mit taktischen und technischen Briefings und Tipps, eingepackt in eine allseits gute Stimmung sowie die traditionelle mazedonische Küche und den guten lokalen Wein. Das ergab wieder einmal mehr eine wirklich gute Zeit am Balkan, mit guten Erlebnissen und vielen lustigen Geschichten; ein Dank an alle, die dabei waren und bis zum nächsten Jahr.

Text: Verena Siegl, Fotos: Michael Sigel, Verena Siegl

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